Spielbogen der Partie 2.Herren - HSG EURo 2


Details
Spiel: 2.Herren - HSG EURo 2
Klicks: 176
Datum: 08.02.2026
Ort: Hauptschule Dankersen
Art: Meisterschaft
Ergebnis: 23 : 23


Eingesetzte Stammspieler
Name
Tore
Elias Zacharias 0
Jörn Malsch 0
Johannes Eickhoff 3
Karsten Nagel 0
Lukas Wöpking 0
Marvin Gottschalk 1
Nick Gerzen 1
Patrick Vorhölter 0
Piet Bäumer 3
Rene Schuck 2
Ron Bennet Neufeld 0
Thiemo Naundorf 5


Weitere Spieler
Name
Tore
Nico Burzlaff 8


Torhüterstatistik
Name
Gehaltene Bälle
Gegentore
Karsten Nagel 14 23


Aufgeben war keine Option

Am 08.02. durften wir die HSG EURo 2 zur Rückrunde bei uns in der Sporthalle begrüßen. Um den weiterhin verletzungsbedingt ausgefallenen PaBu zu kompensieren, half Nico Burzlaff aus der 1. Mannschaft bei uns aus. Außerdem vertrat Timo Grannemann freundlicherweise unseren Trainer auf der Bank. Nachdem wir zunächst unsere erste Mannschaft bei ihrem Sieg gegen Hartum mental unterstützt hatten, ging es für uns – motiviert, ihnen nachzueifern – in die Erwärmung und Vorbesprechung.

Nach einer ausgiebigen Aufwärmphase folgte eine intensive Ansprache von Timo, um uns auf das Spiel einzustimmen. Vor allem wurde klargestellt, dass EURo zwar ein starker Gegner ist, uns jedoch vor keine unlösbare Herausforderung stellen kann. Auch mit der Niederlage aus der Hinrunde in den Köpfen war uns klar, dass wir an einem guten Tag in der Lage sind, jede Mannschaft unserer Liga zu besiegen.

Vor allem unter Beachtung des Hinspielergebnisses von 28:19 für EURo stellte sich nur noch die Frage, ob dieser Tag ein guter werden würde. Der Anfang sah zunächst nicht danach aus. Absprachefehler und eine zögerliche Abwehr gegen den starken Rückraum von EURo sorgten schnell für einen Sieben-Tore-Rückstand in der Mitte der ersten Halbzeit. Beim Stand von 5:11 nahm Timo eine frühe Auszeit. Er stellte klar, dass der Innenblock aggressiver und früher die Schützen attackieren müsse und der Angriff zu verkopft versuche, Lösungen für einfache Tore zu finden.

Danach stand die Abwehr deutlich solider, und auch der Angriff fing sich. Zwar warf EURo in der 19. Minute das erste Tor nach der Auszeit, aber unser Kampfgeist war neu entfacht. Die Rückraumschützen des Gegners fanden keine Gelegenheiten mehr für einfache Abschlüsse. Die Abwehr nach außen war ohnehin stabil, und das daraus resultierende Zeitspiel zwang EURo immer wieder zu schwierigen und unvorbereiteten Würfen. Im Angriff verwandelten wir unsere Chancen und starteten mit einem 4:0-Lauf die Aufholjagd. Mit einem in der Folge ausgeglicheneren Spiel verkürzten wir den Abstand bis zur Halbzeit auf 13:15.

In der Kabine war allen klar, dass in diesem Spiel mehr zu holen war als im Hinspiel. Noch bevor Timo das Wort übernehmen konnte, analysierten die Spieler selbst die erste Halbzeit. Besonders hervorgehoben wurde die Abwehrleistung, die in den letzten 15 Minuten – mit Casios Unterstützung – nur noch vier Tore zugelassen hatte. Auch der Angriff erhielt Lob. Gleichzeitig mahnte Timo jedoch, nicht nachzulassen, da EURo uns diesen Sieg nicht kampflos überlassen würde. Wir sollten die Pace hochhalten und weiterhin mit Stimmung und Kampfgeist alles geben.

Im zweiten Durchgang brauchten wir vier Minuten für unser erstes Tor, ließen bis dahin jedoch ebenfalls nur einen Treffer zu. Es entwickelte sich ein weiterhin stark umkämpftes, aber faires Duell zwischen beiden Mannschaften. Mehrfach kämpften wir uns mit großem Teamgeist bis auf ein Tor heran, schafften es jedoch nicht, den Knoten endgültig platzen zu lassen. In der 53. Minute gerieten wir infolge eines Wechselfehlers und der daraus resultierenden Unterzahl wieder mit drei Toren in Rückstand.

Ob es nun am Torwart lag, der mit einer Quote von 37 % erneut ein überragender Rückhalt war, an den Gegnern, die in den letzten Minuten entweder an Casio scheiterten, oder an unserer im Spielverlauf immer stärker werdenden Abwehr – schwer zu sagen. Fakt ist: EURo erzielte im weiteren Verlauf kein Tor mehr. Wir allerdings bis zur 58. Minute ebenfalls nicht. Die Anspannung stieg, und der Kampf wurde körperlich immer intensiver.

Das Tor von Nico in der 58. Minute gab uns jedoch den letzten nötigen Impuls. Auch der darauffolgende Angriff eine Minute später war erfolgreich und brachte uns auf minus eins heran. Wir gewannen den nächsten Ball ohne Gegentreffer zurück, und es folgte die obligatorische Auszeit zur Festlegung der letzten Maßnahmen. Timo machte klar, dass wir den Angriff nicht über die Zeit würden bringen können und – egal ob Tor oder nicht – im folgenden Angriff des Gegners alles investieren müssten.

Der letzte Angriff wurde nach starker Teamarbeit von Johannes, der in dieser Situation erneut keine Angst vor dem letzten Kontakt zeigte, erfolgreich abgeschlossen und ließ EURo nur noch 25 Sekunden für einen möglichen Siegtreffer. Es folgte die letzte Auszeit des Spiels. Die Ansage war klar: alles geben, Stimmung machen und kein Gegentor mehr zulassen. Wir verhinderten jede klare Chance aus dem gebundenen Spiel, sodass es nach Ablauf der regulären Spielzeit noch zu einem Freiwurf kam. Dieser wurde vom Toptorschützen der Gegner – dank eines gut stehenden Blocks – verworfen, und wir sicherten uns ein Unentschieden.

Nach diesem körperlichen und psychischen Kampf – gegen EURo, aber auch gegen uns selbst – fühlt sich dieses Unentschieden wie ein Sieg an. Am Ende steht ein 23:23 in eigener Halle und ein gewonnener Punkt.

Wir bedanken uns herzlich für den Support von der Tribüne – besonders aber bei einem aus der Verletzung zurückgekehrten und dennoch überragend spielenden Nico Burzlaff sowie bei einem Coach, der uns zwar erst wenige Male trainierte, aber in jeder Situation die passende Entscheidung traf.


Geschrieben von Piet Bäumer